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Fachgebiete:

 

 

Altlasten, Altlastenerkundung, Schadensfälle, schädliche Bodenveränderungen

G.U.C. führt im Rahmen von fachbehördlichen Gefahrverdachtsuntersuchungen, von fachbehördlichen Ersatzvornahmen und im Rahmen privater Kundenmandate Untersuchungen durch.

Diese gemäß BBodSchV und folgenden Untersuchungsschritten:

  • Historische Untersuchung

  • Orientierende Untersuchung

  • Detailuntersuchung

  • Sanierungsuntersuchung

Programme für die integrale Altlastenerkundung - Bewertung gemäß BBodSchV der Wirkungspfade

  • Boden – Grundwasser

  • Boden – Mensch (G.U.C. News)

  • Boden – Pflanze

  • E/I – Berechnungen

  • Sanierungsplanung

  • Überwachung und Erfolgskontrolle

  • Natürlicher Rückhalt und Schadstoffabbau (natural attenuation)

Im Rahmen einer Wertermittlung kann gemäß der o.g. Vorgehensweise in jeder Untersuchungsstufe "eingestiegen" werden, da häufig bereits Voruntersuchungen vorhanden sind, auf welche Bezug genommen werden kann.


Der Sachverständige Dr. Wickert wurde von der IHK Karlsruhe für das Sachgebiet Erkundung, Sanierung und Wertermittlung von Altlasten öffentlich bestellt und vereidigt.

 

 

 

Wertermittlung von Altlasten

Wertermittlung von Altlasten* - Ermittlung von altlastenbedingten Kosten im Grundstücks- und Immobilienverkehr 

In Baden-Württemberg gab es mit Stand 2009 14.472 altlastverdächtige Flächen. Davon waren als Altlasten 2.124 bewertet (Quelle: LUBW).

Altlasten und schädliche Bodenveränderungen gemäß Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) stellen ein Risiko für den Grundstückwert dar.

Im Rahmen einer Grundstücksbewertung ist bei einer ehemaligen, altlastenverdächtigen Nutzung auf dem Grundstück eine Überprüfung des Gefahrverdachtes durchzuführen. Bei einem festgestellten Handlungsbedarf sind die weiteren nötigen Maßnahmen z.B. solche zur Beseitigung dieser Altlasten und die damit verbundenen Kosten zu ermitteln.

Auch bei ehemaligen, heute sanierten Altlasten oder im Bodenkataster registrierten Grundstücken kann der Grundstückswert einen Wert unterhalb des objektiven Wertes haben, was als „merkantiler Minderwert“ bezeichnet wird.

Der früheren Bewertungspraxis mit der pauschalen Festlegung von Wertabschlägen in Form von Risikoabschlägen ist eine Wertermittlung von altlastenbedingten Kosten, welche auf Altlastenuntersuchungen am Standort basiert, vorzuziehen. Diese Vorgehensweise ist heute möglich, da aufgrund einer Vielzahl durchgeführter Projekte auf eine gute Datengrundlage und auf viele Erfahrungswerte zurückgegriffen werden kann.

Zur Ermittlung der altlastenbedingten Kosten werden im Rahmen der Grundstücksbewertung erfahrene Fachgutachter wie z.B. Sachverständige nach §36 Gewerbeordnung oder nach §18 BBodSchG herangezogen. 

Im Vorfeld eines Grundstücksverkaufes oder der damit verbundenen Kreditvergabe, bei Vermögens- oder Erbauseinandersetzungen oder bei einer Zwangsversteigerung, müssen alle den Verkehrswert beeinflussenden Faktoren bei der Wertermittlung des Grundstücks berücksichtigt werden. Dies hat auch der Bundesgerichtshof mit Beschluss bestätigt. 

Die „Wertermittlungsverordnung“ (WertV) kennt den Begriff Altlasten nicht. Die „Richtlinie für die Ermittlung der Verkehrswerte (Marktwerte) von Grundstücken – Wertermittlungsrichtlinien“ (WertR) berücksichtigt und präzisiert den Begriff Bodenverunreinigungen (Kontaminationen) gemäß BBodSchG in Kap. 2.3.4.6. In der WertR werden Hinweise zur Ermittlung der Wertminderung von entsprechenden Grundstücken gegeben. Bei der Wertermittlung von Altlasten ist die Gefahrenabwehr bzw. der öffentlich-rechtliche Handlungsbedarf nach BBodSchG bestimmend.

Die Anwesenheit von Belastungen des Bodens oder der Bausubstanz, welche nicht bodenschutzrechtlich sondern z.B. abfallrechtlich relevant sind, können den Grundstückswert gleichfalls beeinflussen. Sie werden i.d.R. bei der Wertermittlung  zwar erwähnt, werden aber monetär nicht berücksichtigt, sofern die Untersuchung weiterer wertbeeinflussender Faktoren nicht zusätzlich vertraglich vereinbart wurde.

Bei der Wertermittlung von Altlasten wird i.d.R. gemäß den Vorgaben des BBodSchG eine stufenweise Vorgehensweise durchgeführt, was eine Optimierung des Untersuchungsaufwandes gewährleistet.

Diese Stufen sind:

Stufe 1            Aktenrecherche und Historische Untersuchung (HU)

Untersuchung und Überprüfung des Altlastenverdachtes oder des Verdachtes einer schädlichen Bodenveränderung, i.d.R. durch eine Aktenrecherche und Zeugenbefragungen (Bestandsaufnahme).

Bei einem positivem Befund, Eingrenzung der Gefahrverdachtsbereiche und Festlegung einer Untersuchungsstrategie.

Stufe 2            Orientierende Untersuchung (OU)

Untersuchung der Gefahrverdachtsbereiche hinsichtlich eines Altlastenverdachtes und des weiteren Handlungsbedarfs gemäß Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) mit Hilfe von technischen und chemischen Untersuchungen von Boden und Grundwasser.

Bei einem positiven Befund Durchführung einer

Stufe 3            Detailuntersuchung (DU)

Vertikale und horizontale Eingrenzung des Schadensherdes, Beurteilung und Bewertung des Wirkungspfades Boden – Grundwasser, ggf. auch der Wirkungspfade Boden – Mensch und Boden - Nutzpflanze nach BBodSchV mit Hilfe von technischen und chemischen Untersuchungen von Boden und Grundwasser.  

Stufe 4            Sanierungsuntersuchung (SU)

Abschätzung und Berechnung des nötigen Aufwandes für die Sanierung zur Gefahrenabwehr gemäß Kap. 2.3.4.6 WertR.

Stufe 5            Kostenermittlung

Ermittlung der Kosten für die notwendigen Sanierungen zur Gefahrenabwehr gemäß BBodSchG.

Im Rahmen einer Wertermittlung kann gemäß der o.g. Vorgehensweise und gemäß dem jeweiligen Kenntnisstand in jeder Stufe mit den Untersuchungen begonnen werden. Da häufig bereits Voruntersuchungen vorhanden sind, kann auf diese Bezug genommen und bei der Untersuchung berücksichtigt werden.

G.U.C. führt seit Jahren Altlastenuntersuchungen durch. Nutzen Sie unsere Erfahrung!

Der Sachverständige Dr. Wickert wurde von der IHK Karlsruhe für das Sachgebiet Erkundung, Sanierung und Wertermittlung von Altlasten öffentlich bestellt und vereidigt.

* schädliche Bodenveränderungen, altlastverdächtige Flächen und Altlasten im Sinne des BBodSchG

 

 

 

Abfall

 

G.U.C. führt im Rahmen der Bauplanung und während der Baumaßnahmen folgende abfalltechnischen Leistungen aus: Probenahme und Bewertung mit Mengenabschätzung, abfalltechnischer Einstufung und Kostenermittlung gemäß

  • LAGA PN 98

  • VwV Boden

  • Dihlmann

  • DepVO

durch

  • Beratung bei der Entsorgung/Entsorgungswegfindung

 

 

Gebäudeschadstoffe

Gebäudeschadstoffe sind Stoffe, welche in der Vergangenheit legal als Baumaterialien eingesetzt wurden, heute aber als gesundheitsschädlich oder krebserregend gelten (1) oder Stoffe, welche durch die gewerbliche oder industrielle Nutzung in die Bausubstanz (2) eingetragen wurden.

Zu den ersteren Gebäudeschadstoffen (1) gehören z.B. Asbest, „alte“ Mineralwolle, teerhaltige Produkte, PCB, PCP oder chlororganische Pestizide. Zur zweiten Gruppe (2) gehören z.B. Öle, Kraftstoffe, Teer, Lösemittel, aber auch Biostoffe, wie z.B. Schimmel.

Gebäudeschadstoffe können fest in der Bausubstanz gebunden vorkommen oder sie treten gasförmig in der Raumluft auf. Die Gebäudeschadstoffe können zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Schädigungen führen, weswegen sie zu identifizieren und zu beseitigen sind.

Bei Baumaßnahmen im Bestand oder bei Rückbaumaßnahmen sind Gebäudeschadstoffe im Rahmen der notwendigen Arbeitsschutzmaßnahmen und hinsichtlich der Entsorgung der Schadstoffe zu berücksichtigen. Der Bauherr ist hinsichtlich der Gebäudeschadstoffe auskunftspflichtig und verantwortlich.

G.U.C. betreut den Bauherrn und führt die notwendigen Untersuchungen mit Analysen, Probenahmen, Bewertungen gemäß der VDI/GVSS 6202, Blatt 1 – Schadstoffbelastete bauliche und technische Anlagen, Abbruch-, Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten durch. Im Einzelnen werden von G.U.C. folgende Arbeiten ausgeführt:

  • Erhebung und Diagnose

  • Erstellung Untersuchungsprogramm

  • Probenahmen

  • Raumluftmessungen

  • Chemische Untersuchungen

  • Gefährdungsabschätzung (Gesundheitsschutz, abfalltechnische Einstufungen)

  • Sanierungsplanung

  • Mengenermittlung

  • Rückbauplanung

  • Erstellung von Entsorgungskonzepten

  • Erstellung von Sicherheits- und Arbeitsschutzplänen

  • Überwachung der Arbeiten, Erfolgskontrolle

  • Ausschreibung, Kostenkontrolle und Rechnungsprüfung

 

 

Flächenrecycling

 

 

Erstellung eines Ausgangszustandsberichtes (AZB) gemäß EU-Emissionsrichtlinie

Das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie über Industrieemissionen ist in Deutschland seit dem 2. Mai 2013 gültig und setzt die EU-Industrieemissionsrichtlinie 2010/75/EU (IED) in nationales Recht um.

Die Richtlinie sieht unter anderem vor, dass der Betreiber bei neu zu errichtenden IED-Anlagen bzw. bei der Änderungsgenehmigung einer bestehenden Anlage einen s.g. Ausgangszustandsbericht (AZB) erstellen und mit den Genehmigungsunterlagen vorlegen muss.

Im Ausgangszustandbericht (AZB) ist insbesondere der Zustand des Bodens und des Grundwassers zu beschreiben.

Nach einer späteren Stilllegung der Anlage dient der AZB als Basis für die vergleichende Beurteilung des Zustandes von Boden und Grundwasser.

G.U.C. erstellt in Absprache mit der zuständigen Genehmigungsbehörde ein Untersuchungsprogramm, führt die Untersuchungen durch und erstellt den Ausgangszustandbericht.

 


Umweltplanung

  • Historische Erkundung von altlastverdächtigen Flächen

  • Konzepte zur Risikoabschätzung und Bewertung von Altlastverdachtsflächen

  • Entwicklung von Fachkonzepten für digitale Informationssysteme im Rahmen der Altlastenbearbeitung

  • GIS-gestützte Rahmenplanung zur Altllastenbearbeitung

 

Hydrogeologie

Erstellung von Programmen zur integralen Grundwasseruntersuchung Grundwassererkundung und Überwachung.

Planung, Einrichtung und Betreuung von Grundwassermessstellen und hydrologischen Messnetzen.

Hydraulische Tests und Immisionspumpversuche.

  • Bemessung von Wasserschutzgebieten

  • Ausarbeitung von Wasserrechtsanträgen

  • Ausarbeitung von Genehmigungsanträgen für geothermische Anlagen

  • Erstellung von Grundwasserdatenbanken

  • Sicherung von Grundwasservorkommen


Feld- und Laboruntersuchungen

Bei Erkundungen und Sanierungen führen Umwelttechniker der G.U.C. Probenahmen und Messungen durch. Diese Leistungen werden nicht extern vergeben und gewährleisten eine fachtechnisch optimale Datengewinnung gemäß dem Stand der Technik und unterstützen den Gutachter bei der optimalen Projektrealisierung.

 Folgende Leistungen werden gemäß den Vorschriften und Normen erbracht:

  • Probenahme von Boden, Bausubstanz, Abfall, Gleisschotter, Bodenluft, Deponiegas, Raumluft und Wasser

  • Vor-Ort-Messungen von Bodenluft, Grundwasser und Raumluft

  • Erstellung von Bodenluft- und temporären Grundwasserpegeln

  • Durchführung von zuflussgemittelten und von horizontierten Grundwasserprobenahmen (siehe Publikationen)

  • Durchführung von hydraulischen Tests, Gasabsaugversuchen und Immissionspumpversuchen

  • Überwachung von Sanierungsanlagen

  • Fernüberwachung

Zur Durchführung dieser Leistungen steht folgende Messausrüstung zur Verfügung:

  • Gaschromatographische Vor-Ort-Bestimmung von LCKW und BTEX in der Boden-, der Raumluft sowie im Wasser

  • Flammenionisationsdetektor (FID

  • Photoionisationsdetektor (PID)

  • Deponigasmessgeräte für p, T, CO2, CH4, O2, H2S, OEG/UEG

  • Wassermessgeräte für O2, pH-Wert, elektr. Leitfähigkeit, T, Redoxpotential, Chlorid, Ammonium zurGrundwasserqualitätsbestimmung und

  • Drucksonden zur kontinuierlichen Grundwasserstandbestimmung

  • Geräte- und Laborfahrzeuge


Ingenieurgeologie
  • Ingenieurgeologische Kartierung und Feldaufnahme

  • Baugrunduntersuchungen und Gründungsberatungen

  • Untersuchungen von Rutschungen, Böschungs- und Hangstabilitäten

G.U.C. GEO UMWELT CONSULT GmbH, Donaustr. 33, 76199 Karlsruhe, Tel. +49 721 623 53-0              Impressum   Datenschutz